Entlackung
Beschädigte Beschichtungen, Fehllackierungen oder mehrfach überlackierte Werkstücke lassen sich nicht immer wirtschaftlich reparieren. Häufig ist es sinnvoller, die vorhandenen Lackschichten vollständig zu entfernen, ohne das darunterliegende Material zu beschädigen.
Bei der chemischen Entlackung werden Lackschichten und Beschichtungen mit einem geeigneten Entlacker vom Werkstoff gelöst. Je nach Lacksystem und Entlackungsverfahren wird diese angelöst, unterwandert oder zersetzt. Die gelösten Rückstände lassen sich anschließend beispielsweise durch Spülen oder eine mechanische Nachreinigung entfernen.
RHOBA-Chemie entwickelt und liefert Heiß- und Kaltentlacker, die auf verschiedene Lacksysteme, Werkstoffe und Verfahren abgestimmt sind.
Entlackung bezeichnet die gezielte Entfernung von Lackschichten, Pulverbeschichtungen oder Einbrennlackierungen von einer Werkstückoberfläche. Anders als beim mechanischen Abtragen, greift der chemische Entlacker die Beschichtung gezielt an. Sie wird je nach Wirkprinzip beispielsweise angelöst, gequollen oder unterwandert und kann anschließend entfernt werden.
Typische Anwendungsfälle sind:
Entlacker werden in unterschiedlichen industriellen Bereichen eingesetzt. Dazu gehören unter anderem:
Chemische Entlacker lassen sich grundsätzlich in Kaltentlacker und Heißentlacker unterscheiden. Welche Variante geeignet ist, hängt unter anderem von Lacksystem, Werkstoff und Prozessbedingungen ab.
Kaltentlacker werden bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen eingesetzt. Je nach Produkt können sie beispielsweise im Tauchbad oder zur gezielten manuellen Oberflächenbehandlung eingesetzt werden.
RHOBA SUPRA E101 ist ein flüssiger, saurer Kaltentlacker für die Tauchanwendung. Er kann bei Raumtemperatur eingesetzt und bei Bedarf auf bis zu 40 °C erwärmt werden.
Für vertikale und schwer zugängliche Flächen steht RHOBA SUPRA E102 als thixotroper Kaltentlacker zur Verfügung. Durch seine gelartige Konsistenz lässt sich das Produkt gezielt auf die Oberfläche auftragen. Je nach Anwendung kann es beispielsweise gestrichen, gerollt, gepinselt oder gesprüht werden.
Heißentlacker werden in beheizten Entlackungsbädern eingesetzt. Die erhöhte Temperatur unterstützt die Ablösung der Beschichtung und kann bei widerstandsfähigen Lack- und Beschichtungssystemen eingesetzt werden.
Für Aluminium und Aluminiumlegierungen bietet RHOBA-Chemie mit RHOBA SUPRA E201 einen aminfreien Heißentlacker an. Weitere Heißentlacker der Produktreihe sind für unterschiedliche Werkstoffe und Anwendungen ausgelegt.
Je nach Produkt entfernen unsere Entlacker unter anderem:
Die Produktreihe RHOBA SUPRA umfasst acht Entlacker für unterschiedliche Werkstoffe, Beschichtungen und Verfahren:
| Produkt | Typ | Einsatzbereich |
| RHOBA SUPRA E101 | Flüssiger, saurer Kaltentlacker | Tauchanwendung |
| RHOBA SUPRA E102 | Thixotroper Hochleistungskaltentlacker | anwendungsfertig, auch für senkrechte Flächen |
| RHOBA SUPRA E201 | Aminfreier Heißentlacker | speziell für Aluminium und Aluminiumlegierungen |
| RHOBA SUPRA E301 | Kaltentlacker | Tauchanwendung, fehlbeschichtete Werkstücke und Lackiervorrichtungen |
| RHOBA SUPRA E401 | Anwendungsfertiger Tauchbad-Heißentlacker | universell für Stahl, Eisen, Aluminium |
| RHOBA SUPRA E402 | Anwendungsfertiger Heißentlacker, NMP-frei | für Anwender mit erhöhten Anforderungen an die Arbeitssicherheit |
| RHOBA SUPRA E403 | Aminfreies, hochalkalisches Entlackungskonzentrat | Stahl- und Eisenbauteile, Tauch- oder Spritzverfahren |
| RHOBA SUPRA E501 | Lösemittelbasierter Entlacker | Sprühen, Spülen, Tauchen, Pinseln, Wischen; auch für Öle und Fette |
| RHOBA SUPRA E101 | Flüssiger, saurer Kaltentlacker | Tauchanwendung |
RHOBA-Chemie bietet Entlacker für unterschiedliche industrielle Anforderungen. Unser Produktportfolio umfasst unter anderem:
Wenn Sie wissen möchten, welcher Entlacker für Ihre Anwendung geeignet ist und mit welchen Kosten Sie rechnen können, besprechen Sie Ihre Anforderungen direkt mit unseren Fachexperten. Auf Basis Ihrer Angaben kann geprüft werden, welches RHOBA SUPRA Produkt für Ihren Prozess infrage kommt.
Entlackung ist der allgemeine Oberbegriff für die Entfernung von Lacken und Beschichtungen. Abbeizen ist eine chemische Entlackung, bei der ein Beizmittel die Beschichtung anlöst, aufweicht oder zersetzt. Die gelösten oder aufgeweichten Lackreste werden anschließend entfernt, zum Beispiel durch Abspülen oder mechanisches Abtragen.
Für die Entlackung stehen chemische, thermische und mechanische Verfahren zur Verfügung.
Bei der chemischen Entlackung wird die Beschichtung mit einem geeigneten Entlacker behandelt. Je nach Produkt und Lacksystem wird sie angelöst, unterwandert oder zersetzt. Die Beschichtungsreste lassen sich anschließend beispielsweise durch Spülen oder eine mechanische Nachreinigung entfernen.
Bei der thermischen Entlackung wird die Beschichtung durch erhöhte Temperaturen entfernt beziehungsweise zersetzt. Dabei müssen Werkstoff und thermische Belastbarkeit des Bauteils berücksichtigt werden.
Bei der mechanischen Entlackung wird die Beschichtung beispielsweise durch Strahlen oder Schleifen abgetragen. Ob das Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem vom Werkstoff, der Bauteilgeometrie und der Oberfläche ab.
Bei der Entfettung werden Öle, Fette, Kühlschmierstoffe und andere Verschmutzungen von einer Oberfläche entfernt. Die Entlackung dient dagegen der Entfernung vorhandener Lack- und Beschichtungsschichten.
Beide Verfahren können aufeinanderfolgende Schritte in einem Oberflächenbehandlungsprozess sein.
Nach der Entlackung werden die Bauteile entsprechend dem eingesetzten Verfahren gereinigt beziehungsweise gespült. Bei Stahl- und Eisenwerkstücken kann anschließend eine Passivierung sinnvoll sein, um die Oberfläche vor erneuter Korrosion zu schützen.
Wenn das Bauteil neu beschichtet werden soll, wird die weitere Oberflächenbehandlung auf das nachfolgende Beschichtungsverfahren abgestimmt.